Was ist neu bei Dariadaria?

Was ist neu bei Dariadaria?

Es war Oktober 2010, als ich meinen ersten Blogpost publizierte. Sechs Jahre später werde ich täglich auf der Straße angesprochen, beantworte zig E-Mails und Nachrichten pro Woche und mein Hobby ist schon längst kein Hobby mehr. 

Es war Oktober 2016, als ich zum ersten mal massive Erschöpfungszustände spürte. Oktober 2016, als ich die Kommentarfunktion auf meinem Blog deaktivierte. Es war Dezember 2016 als meine Beziehung zerbrach und viele Monate davor, als ich feststellte, dass mein Job nicht nur meine romantische, sondern auch platonischen Beziehung sukzessive auffrisst. Es war Jänner bis März 2017, als ich täglich mehrere Nachrichten zu meiner, zu diesem Zeitpunkt bereits zerbrochenen Beziehung, erhielt. Irgendwie versuchte meine Privatsphäre zu schützen und April 2017, als ich wusste: ich muss etwas ändern.

F 43.0 stand da auf dem Zettel vor mir. Der WHO Code für "akute Belastungsreaktion". Burn Out. Nix geht mehr und ich mache trotzdem weiter. Weil über 100.000 Instagram Abonnenten, weil selbstständig, weil der totale Rückzug zu viele Fragen aufwirft. Weil der Druck einfach zu groß war. Ich habe mich so lange nicht getraut, mit irgendwem über meine Hilflosigkeit zu sprechen, weil ich mich schämte. Dafür, dass ich einen Job ausübe, um den mich so viele beneiden. Weil ich mir nicht erlaubt habe, um Hilfe zu bitten. Weil ich von allen gemocht werden wollte. Weil "du bist so privilegiert und hast kein Recht dich zu beschweren". Es hat Monate, fast Jahre, gedauert, bis ich professionelle Hilfe durch Therapie und Mut zur Hilflosigkeit gefunden habe.

Der Einstieg in diesen ersten Beitrag auf dieser neuen Seite ist bewusst negativ formuliert, weil es die negativen Begleiterscheinungen der letzten Monate und Jahre waren, die mir am Ende zu etwas sehr Positivem verholfen haben: einer anderen Dariadaria. Ich habe lange überlegt, wie ich den Einstieg zu diesem neuen, aufregenden Lebensabschnitt einleiten soll und habe mich für die Wahrheit entschieden.

People Change, Jobs Change. Mit Anfang Zwanzig habe ich zu bloggen begonnen, inzwischen bin ich Ende Zwanzig. Man lernt unheimlich viel von sozialen Medien und einem Leben als öffentliche Person. Bücher könnte man damit füllen! Für mich waren es vor allem die Learnings, die vielen negativen Begleiterscheinungen aber auch einfach die Lust auf Veränderung und das Erwachsenwerden, die mich im April zu einem Überdenken und einer Neukonzeptionierung gebracht haben. Seit vielen Monaten arbeite ich schon an dieser neuen Präsenz und ich bin so glücklich, dass die viele Arbeit und Herzblut, die ich reingesteckt habe, nun kein Geheimnis mehr sein muss. Doch was ist neu bei Dariadaria?
 

1. Die Website

Der Blog, wie es ihn bisher gab, ist Vergangenheit. Ihr könnt ihn bis auf Weiteres als Archiv aufrufen, auf der neuen Seite findet ihr aber einen Neustart, was mir persönlich, symbolisch wichtig war.

Auf der neuen Website werdet ihr keine Banner, weniger Werbung und einen ausführlichen Verhaltens-Codex finden. Außerdem findet die aufgeräumte Fair Fashion / Linkliste und meinen persönlichen Wien-Guide.
 

2. Der Podcast

Nach sieben Jahren des Bloggens war es Zeit für ein neues Medium. Im April war mir klar: es muss ein Podcast werden. Warum ich ab jetzt hauptsächlich über Podcasts mit euch kommuniziere, könnt ihr in der ersten Folge nachlesen.
 

3. Der Shop

In der Shop Sektion der neuen Website könnt ihr faire Bio-Baumwoll Kleidungsstücke erwerben, die ich selber designe. Klar, niemand braucht noch mehr Fetzen, also kauft weise und nur, wenn ihr was braucht. Aber: meine Entscheidung, euch weniger Werbung mit Werbung zu beladen führt dazu, dass ich mich irgendwie anders finanzieren muss. Ihr könnt meinen Content also nach wie vor kostenlos konsumieren und mich unterstützen, indem ihr den Shop besucht.
 

4. More to come

Weil ich mich richtig ins Zeug gehaut hab' die letzten Monate, habe ich noch ein paar Überraschungen für euch im Ärmel, über die ich bald mehr erzählen darf.


Der allergrößte Dank gebührt meinen drei Max-Musketieren, ohne die die letzten Wochen nicht so reibungslos verlaufen wären. Max dem Grafiker, der sich in kürzester Zeit die schönste CI für die neue Seite und den Podcast ausgedacht hat, Max dem Soundprofi und Musiker mit der Engelsgeduld, ohne den der Podcast nicht so schön klingen würde und Max dem Fotografen, der mich seit vielen Jahren begleitet und mit dem ich inzwischen wortlos arbeiten/kommunizieren kann. Ein großes Dankeschön gilt auch Bart dem Programmierer (der ausnahmsweise nicht Max heißt), ohne den ich im IT Dschungel ertrunken wäre. Ein großer Dank gilt wie immer der Powerfrau hinter Dariadaria, nämlich meiner Agentin Jamila, ohne die ich mir mein Arbeitsleben nicht mehr vorstellen könnte.


Ich freu mich, dass ihr da seid und mit mir einen neuen Lebensabschnitt der Dariadaria (wie ätzend ist das, wenn man von sich selbst in der dritten Person spricht?) beschreitet. Auf viele weitere, schöne Jahre!

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